Am Samstag den 06.10 ging es in die zweite Runde für unsere Herren. Nach der Heimniederlage des vorangegangenen Wochenendes fuhr man mit einem etwas mulmigen Gefühl zum altbekannten Rivalen TC Gelsenkirchen. Auch wenn die Aufstellung für diesen Tag wirklich gut war, war wie immer ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten.

Während man sich im ersten Satz gut behaupten konnte und die Eigenfehlerquote extrem niedrig gehalten wurde, besonders in den Aufschlägen, verlor man im zweiten Satz jegliche Konzentration. Das starke Abwehrspiel aus dem ersten, mit 25:20 gewonnenen Satz, bröckelte, unpräzise Pässe von der Annahme und dem Stellspiel erschwerten den Angriff und auch der Gegner stellte förmlich eine Gummiwand auf. Letztlich lief es auf ein 21:25 hinaus. Sven Fischer, der an diesem Tag eher weniger Spieleinsatz zu verbuchen hatte, dafür aber seine Rolle als Coach umso besser spielte, betitelte den Anblick von der Seitenlinie als „müde und vollkommen lustlos“.
Im dritten Satz schoss man sich quasi selbst ins Knie. Während der Gegner wenig Druck aufbauen konnte und man nahezu alle Aufschläge des Gegners zu einem Punkt für Reken verwandeln konnte, verschlug man selbst beinahe jeden Aufschlag. Man schenkte dem Gegner quasi den halben Satz. Sogar eine gelbe Karte, für eine etwas übermäßige verbale Reaktion von Markus Schöttler auf eine offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsgerichts, musste man hinnehmen. Die Stimmung kippte. Auch dieser Satz ging mit 21:25 an TC.
Nach einer kleinen Ansprache vom Kapitän und dem Tagescoach ging nocheinmal jeder in sich und mit neuem Mut in den vierten Satz. Dennoch war der Einstieg eher schleppend. Erst zur Mitte des Satzes wurden Eigenfehler wieder weitestgehend vermieden. Die Aufschläge kamen endlich wieder präziser, wenn auch nicht so druckvoll wie üblich. Langsam schien man den Gegner in die Enge zu treiben. Wieder gab es ein wenig Unruhe auf dem Feld und wieder wurde eine gelbe Karte verteilt. Dieses Mal jedoch an einen Spieler des TC. Zum Ende des Satzes erreichte man endlich wieder eine Leistung und Motivation, die der Vorsaison ähnlich war. Dennoch gab es noch Luft nach oben. Den vierten Satz konnte man mit diesem wiedergewonnenen Kampfgeist mit einem deutlichen 25:17 für sich endscheiden.
Im endscheidenden fünften Satz wurde es jedoch nochmal wirklich eng. Man musste die Spielpositionen, wegen eines Ausfalls, etwas verändern, was Chaos ins Spiel brachte. Man stand sich gegenseitig im Weg, manche Bälle wurden vollkommen unnötig verschenkt und bald fand man sich bei einem 4:10 wieder. Doch wie so oft kommt Reken erst richtig in Fahrt, wenn es ernst wird. Mit guten Aufschlägen und einem hervorragenden Block ergatterte man Punkt für Punkt. Der Vorsprung konnte nicht nur verringert, sondern sogar gänzlich ausgemerzt werden. Der Siegeswille war endlich wieder da. Man vollbrachte eine Aufholjagt vom Feinsten und schloss den Satz mit 19:17 für Reken ab.
Der erste Saisonsieg, wenn auch ein unschöner, ist damit in der Tasche.

Gespielt haben an diesem Tag: Dominik Kremer, Dennis Korte, Fabian Pellmann, Sven Fischer, Markus Schöttler, Andreas Stripling, Johann Becher, Tekin Erginbas und Nils Korte.
Jetzt haben die Herren erstmal drei Wochen Pause bevor es dann, hoffentlich genauso gut, weitergeht.