Den bitteren Ausfall von Mittelblocker Dennis Korte galt es an diesem Spieltag zu kompensieren. Unglücklicherweise wird dieser aufgrund eines Kapselanrisses im rechten kleinen Finger mindestens 3 Wochen ausfallen, an dieser Stelle nochmals eine gute Besserung.

Der Gegner war in der Hinrunde regelrecht überrannt worden, dennoch wollten wir den Gegner nicht unterschätzen. Insgesamt jedoch muss man sagen, dass man sich im Vorfeld viel zu viele Sorgen gemacht hatte.

Das Trainergespann sah einen recht einseitigen ersten Satz, in dem die Volleys aus Münster früh anfingen mit sich selber zu hadern und insbesondere unseren Außenangriff nicht in den Griff bekamen. Hier dran änderte sich auch nichts, nachdem der Gegner sich spürbar umstellte. Ein paar Punkte zu viel abgegeben, ging der erste Satz mit 25-15 an uns.

Im zweiten Satz zu Beginn ein anderes Bild. Viele individuelle Fehler, Abstimmungsschwierigkeiten und die berühmte-berüchtigte „VC-Reken – Ich – Geh – Jetzt – Einfach – Mal – Mit – Dem – Kopf – Durch – Die – Wand – Mentalität“ ließen den Gegner wieder stärker werden. Wir kamen gar nicht ins Spiel, auch zwei frühe Auszeiten änderten daran nichts. 8 – 20 lagen wir zurück. Dass wir den Satz dennoch drehen sollten, begründete sich in einem umstrittenen Ball, welcher zu unseren Gunsten gepfiffen wurde. Der Gegner reklamierte Aus, das Schiedsrichtergespann entschied auf In, ob das wirklich die richtige Entscheidung war, ließ sich nicht mehr sagen im Nachgang. Dennoch war der Gegner aus der Spur gebracht, wir konnten insgesamt 7 Punkte am Stück aufholen, bevor der Gegner eine Auszeit nahm. „Punkt – für – Punkt“ und „Auf den Spielstand wird nicht mehr geschaut“ war die Devise. Die Mannschaft setzte dies blendend um. Aus einem 15 – 20 wurde ein 19 – 20, dann ein 22 – 24, bei dem dem Trainergespann das Herz noch einmal in die Hose sank, und, beflügelt durch diese enorme Aufholjagd schließlich ein 26 – 24. Auf der gegenüberliegenden Seite hängende Schultern und Köpfe, auf unserer Seite Euphorie.

Der dritte Satz war nur noch Formsache, wobei auch hier ein paar unnötige Punkte abgegeben wurden. Am Ende kam Sven „Fischi“ Fischer für Markus Janke beim Spielstand von 24-16 als Zuspieler ins Spiel, ein hervorragender Ball auf Außen und das Spiel war vorbei. 25 -16, 3-0 für uns.

Alle Beteiligten auf einen Blick:

Nils Korte (Zuspiel/Dia), Sven Fischer (Zuspiel/Dia), Markus Janke (Zuspiel), Lukas Ross (Mitte), Andreas Stripling (Mitte), Mudassir Hussain Asadkhel (Libero), Friedhelm Michels (Außen), Dominik Kremer (Außen), Alex Kerkenhoff (Außen), Hubert Espendiller (Trainer), Florian Hollermann (Co-Trainer)