Am gestrigen Samstag ging es zum letzten Spiel der Hinrunde nach Gelsenkirchen. Hier traf man auf die Herren vom TVE Greven. Da Stammzuspieler Nils noch immer verletzungsbedingt ausfiel, übernahm Markus an diesem Tag das Zuspiel und zeigte, dass er sich noch immer auf seiner früheren Position wohlfühlt. Verstärkung auf nahezu jeder Position gab es obendrein von Dominik, der sein Wochenende in der Heimat für ein Spiel mit seiner alten Truppe opferte. Ein Dankeschön dafür an dieser Stelle.

Der erste Satz ging wie gewohnt holprig los. Die etwas ungewohnte Situation und Spielkonstellation beeinträchtigten das Spiel unserer Herren merklich. Man war dem Gegner zwar nicht unterlegen, konnte jedoch keinen Vorsprung herausspielen. Viele Eigenfehler, insbesondere mal wieder im Aufschlag, verhinderten einen guten Spielfluss. So zog sich der Satz über die ganze Länge und musste letztlich knapp mit 22:25 an den Gegner aus Greven abgegeben werden.
Im zweien Satz sah es anfangs nicht wirklich besser aus, dennoch wurden die Eigenfehler dezimiert. Langsam aber sicher kamen unsere Herren ins Spiel. Doch auch der Gegner lief langsam warm und somit ließ keine Luft für weitere Spieltiefs. Trotz zeitweiliger Führung und guter Spielzüge war es ein Kopf an Kopf. Nachdem Mittelangreifer Dennis bei einer Blockaktion leicht umknickte brauchte er eine kurze Erholungspause. Glücklicherweise bewies Dominik hier sein Talent als Allrounder. Ob Außen oder Mitte, ganz egal, gespielt wird was nötig ist. Letztendlich konnte man sich behaupten und errang den ersten Satzgewinn mit 25:23.
Nun hieß es dranbleiben und nicht erneut schwächeln. Zurück in der Startaufstellung verlief der dritte Satz ähnlich wie der vorhergehende. Mit taktischen Wechslungen versuchte man Schwächen in der Abwehr auszugleichen, doch dies gelang nicht immer. Insbesondere mit den scharfen Aufschlägen der Gegner tat man sich schwer. Doch wie zuvor hatte Reken am Schluss die Nase vorn. Erneut mit 25:23 holte man sich Satz Nummer 3. Der erste Tabellenpunkt war sicher.
In Satz 4 schien man sich dem Sieg zu sicher. Nach einer moderaten Führung ließ man etwas locker. Die Annahme wurde wieder zu ungenau und der Angriff scheiterte oftmals am gutstehenden Block der Grevener. Wenn auch zum Schluss des Satzes der Biss auf Rekens Seite zurückkehrte, reichte es nicht mehr aus, um den Sieg einzufahren. Mit dem vierten Satz über die volle Distanz und einem 23:25 für Greven stand es 2:2 nach Sätzen und man blieb sich dem Motto, jedes Spiel bis aufs letzte bisschen auszukosten, treu. Der entscheidende fünfte Satz stand an, wie so oft.

Dieser letzte Satz sorgte nochmal für echtes Nervenkitzeln. Nachdem der Seitenwechsel mit Vorsprung der Grevener Herren vollzogen wurde, wurde unsere Herren sichtlich nervös. Die zweite Auszeit wurde bei einem Punktestand von 6:11 genommen und allen war klar, es muss etwas passieren. Nichtsdestotrotz fand man kein direktes Mittel, um den Vorsprung aufzuholen. Bei 8:14 ging Andreas zum Aufschlag. Ruhig wie eh und je, so schien es. Mit gezielten Aufschlägen und guten Blockaktionen konnte man Punkt um Punkt erringen. Nun waren es die Grevener die unruhig wurden. Ohne Risiko und mit langjähriger Erfahrung vollzog Andreas seine routinierten Aufschläge. Eine unerwartete Wendung des Satzes. Der geballten Wille Rekens führte zu einer famosen Aufholjagd und einem Endstand von 16:14 für Reken. Nach dem nun vierten Spiel über die größtmögliche Distanz steht man am Ende der Hinrunde auf Platz 3. Die erste Saison der Landesliga verläuft gut, wenn auch holprig. Man darf gespannt auf die Rückrundenspiele warten, die bereits in zwei Wochen mit dem Spiel gegen SUS Oberaden Kaiserau beginnen.

Für Reken angetreten sind an diesem Tag unter Nils Korte als Trainer: Sven Fischer, Fabian Pellmann, Andreas Stripling, Markus Schöttler, Dennis Korte, Johann Becher, Tekin Erginbas und Dominik Kremer